Lange habe ich gehadert und lange habe ich keine wirkliche Entscheidung treffen können, ob ich einen Thermomix brauche oder nicht. Im Internet gibt es tausende Pro und Contra Seiten, die beschreiben was sinnvoll ist und was nicht. Der Preis für einen Thermomix ist zwar hoch, aber dafür auch seine Möglichkeiten. So sagt man zumindest. Und man sagt auch, dass man sich mit einem Thermomix jede Menge Platz spart und sowieso ist dann das kochen ganz einfach.

Aber mal Hand aufs Herz, kann ich nicht auch wie bisher meine Mahlzeiten kochen? Muss ich wirklich einen vierstelligen Betrag ausgeben, der das ganze erleichtert? Meine Entscheidung jedenfalls steht jetzt fest. Ich glaube, ich kann’s auch ohne Thermomix. Warum ich das glaube und was mich letztendlich überzeugt hat, zeige ich dir in diesem Beitrag.

Hinweis:

Bei diesem Text handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag, der unbeabsichtigt durchaus eine werbende Wirkung beim Leser haben könnte, ohne dass ich von irgendeinem Unternehmen dafür beauftragt wurde. Weitere Details dazu findest du im Disclaimer am Ende des Beitrags.

Warum Thermomix?

Der Thermomix ist ein typischer deutscher Marken-Schlager. Erfunden in Deutschland begann sein Siegeszug 1961 mit der VKM5. Diese Universalküchenmaschine konnte rühren, kneten, schneiden, raspeln, mixen, mahlen und entsaften. Fehlt eigentlich nur noch erhitzen und wir haben den heutigen Thermomix.

Klingt erst einmal wirklich gut und ich glaube das es sogar funktioniert. Die Botschaft ist eigentlich eine sehr einfache..

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Da liegt es auf der Hand, dass so viele von uns unglaublich überzeugt sind und natürlich brennende Vertreter einer universalen Küchenmaschine sind. Dennoch: Ist der hohe Preis auch gerechtfertigt?

Bei der Beantwortung dieser Frage kommt meine Analyse – warum ich keinen Thermomix brauche – ins Spiel. Die Überlegung, die ich traf, ist die. Ich koche leidenschaftlich und mindestens zweimal am Tag.

Dafür habe ich mir hochwertige und umfangreiche Küchengeräte angeschafft. Zum Beispiel ein Induktionsherd, eine Backmaschine, einen Mixer – speziell für Smoothies, einen Entsafter, hochwertige Töpfe und vieles mehr. Zugegeben, das war alles relativ kostspielig, braucht eine Menge Platz und definitiv meine Handarbeit zur Zubereitung.

Wohin mit den alten Küchengeräten?

Ich kann leider nicht mehr sagen, wie viel genau meine Küchengeräte bisher gekostet haben, aber definitiv nicht mehr als 700.- Euro. Meine Überlegung, wenn ich mir nun ein neuen Thermomix anschaffe, wären die 700.- Euro für die Katz. Klar, ich kann versuchen, die alten Küchengeräte zu verkaufen. Aber ob das funktioniert und ich einen Käufer finde, ist ein anderes Thema.

Jetzt könnte man sagen, gut das Geld ist eh schon ausgegeben. Als Betriebswirtin weiß ich aber zu gut, dass auch schon ausgegebenes Geld immer noch einen Wert hat. Sowas nennt man dann Anlagegüter, die abgeschrieben werden. Zumindest wenn es keine GWG sind. Das ist aber ein anderes Thema.

Summa summarum zahle ich, wenn ich mir einen neuen Thermomix kaufe, am Ende doppelt. Meine bisherigen Küchengeräte müsste ich verschrotten oder günstiger verkaufen. Dann frage ich mich, warum sollte ich mir etwas neues kaufen, wenn das alte noch gut ist.

Der Zeitfaktor

Der Zeitfaktor spielt natürlich immer eine sehr große Rolle. Gerade in der heutigen Zeit. Aber ist das wirklich so? Ich habe mir einmal angeguckt, womit ich die meiste Zeit beim kochen verbringe.

Tatsächlich ist es so, da ich überwiegend vegetarisch koche, dass die meiste Zeit für schnippeln draufgeht. Ich glaube, ich brauche dafür im Schnitt circa 40-50 % Der Rest ist dann kochen, braten oder backen. Also sage und schreibe die Hälfte meiner kompletten Arbeitszeit. Ich frage mich aber, kann mir davon der Thermomix abnehmen? Soweit ich weiß bleibt das schnippeln auch dort. Okay, zur Verteidigung muss ich sagen, dass beispielsweise Zwiebeln oder Knoblauch nur in grobe Stücke geschnitten werden müssen, den Rest erledigt der Thermomix.

Und sicherlich gibt es jetzt einige Befürworter, die sagen, dass ich Unrecht habe. Gerne lass ich mich aber eines besseren belehren. Wie gesagt das ist meine persönliche Meinung. Am Ende sind es aber sicherlich keine 40-50 % die ich mir sparen sondern eher 10-20 %.

Die Kosten

Ich habe es ja schon angedeutet. Nicht nur die Kosten für die alten Geräte spielen eine Rolle, sondern leider auch die Anschaffungskosten für einen neuen Thermomix. Ganz ehrlich, als ich den Preis gesehen habe, verschlug es mir schlichtweg die Sprache. Sage und schreibe 1200 € für einen neuen Thermomix muss ich bezahlen. Das ist leider nicht ohne. Ich glaube, ich brauche dazu nicht mehr zu sagen. Da muss auch jeder für sich die Entscheidung treffen, ob er sich das leisten kann oder nicht. Für mich jedenfalls ist der Preis eher keine Alternative.

Die Menge

Ich habe mich gefragt, wie groß ist eigentlich die Menge, die ich kochen kann und reicht diese für meine Bedürfnisse aus.

Aktuell befinde ich mich in der Familienplanung und erwarte ein Kind. Wir sind, wenn das Kind da ist, insgesamt drei Personen in unserem Haushalt.

Ein definitives Pro Argument für den Thermomix, dass ich damit relativ gut Gerichte für Babys zubereiten kann. Da muss ich ganz ehrlich sagen, dass hat mich momentan sehr zum nachdenken gebracht. Gerade beim ersten Kind möchte man doch so viel Zeit wie möglich mit seinem Baby verbringen. Ergo: keine Zeit zum kochen. Egal wie viel ich spare, ich spare Zeit. Also habe mehr Zeit für mein Kind.

Ich hab mich dazu einmal in meinem Freundeskreis umgehört und gefragt, wozu sie den Thermomix benutzen und in welchen Situationen. Nahezu alle haben mir gesagt, für ein bis zwei Personen ist die mögliche Kochmenge völlig ausreichend. Und meistens um zum Beispiel Soßen zu machen. Aber sobald man für mehrere Personen, etwas kompliziertes kochen musste, wurde es schwierig.

Mein Fazit aus den Gesprächen: Leider ist der Thermomix und seine Möglichkeiten begrenzt. Wenn ich zum Beispiel einmal Freunde zu einem gemütlichen Abendessen einladen möchte wird es eng. Angeblich soll man schon ab vier Personen Probleme bekommen jeden zu verköstigen. Aber auch hier hängt natürlich alles ganz stark davon ab, wie viel man isst und wie oft man kocht. Ich möchte am Ende aber dann doch lieber Flexibilität.

Der AHA-Moment

Jetzt fragst du dich sicher, was war der Hauptgrund, warum sie sich keinen Thermomix gekauft? Das erkläre ich dir gerne.

Alles hat damit angefangen, dass ich mich damit beschäftigte, welche Alternativen es gibt. Wie gesagt, die meiste Zeit beim kochen verbringe ich mit Gemüse klein schnippeln. Also lag es auf der Hand, dass ich mir den Prozess des schnippelns bei meiner Entscheidung genauer anschauen musste.

Die Handarbeit bleibt so oder so, egal ob Thermomix oder Messer, die gleiche. Beziehungsweise Spar ich mir ein paar Prozent. Relativ schnell komm ich also so zu dem Punkt, zu erkennen, was mir wirklich noch fehlt. Das ist gar kein Thermomix, sondern etwas ganz anderes. Und zwar ein Stabmixer, der sowohl für Suppen gut geeignet ist, aber auch für viele andere Dinge. Ich habe zwar einen Stabmixer zu Hause, aber der ist nun wirklich schon alt und für einen Vergleich eigentlich nicht mehr zu gebrauchen. Also ging ich los und habe mir ein relativ hochwertiges Gerät gekauft, welches ich aber wieder verkaufen möchte, da mir mein alter Stabmixer doch sehr am Herzen liegt.

Dieser Artikel soll aber jetzt nicht darum gehen, was die Vorzüge eines Stabmixer sind, sondern ob sich ein Stabmixer im Vergleich zu den Eigenschaften, die ich vorher genannt habe, die einen Thermomix besitzt, sind.

Ich will dir aber zeigen, warum ich mich letztendlich dafür entschieden habe und nicht für etwas anderes. Ich habe mir ein Set gekauft, mit dem ich zum Beispiel Zwiebeln und Knoblauch klein hacken kann. Das besagte „schnippeln“ fällt weg. Wunderbar!Aber auch Babynahrung kann ich damit sehr gut zubereiten. Da bin ich gerade dabei, dir ein paar tolle Rezepte Ideen in meinem Blog zu zeigen. Die Frage ist jetzt, reicht das überhaupt aus oder brauchst ich vielleicht doch einen Thermomix?

Warum bei mir ein Stabmixer ausreicht

Sicherlich kann man jetzt sagen, dass ich mit einem Stabmixer ja auch nicht kochen kann. Geschweige denn braten oder backen. Das ist sicherlich richtig, aber wie ich bereits ausgeführt habe, habe ich ja schon eine vollständige Ausstattung und möchte diese nicht wegwerfen oder mit Verlust verkaufen.

Meine alten Küchengeräte sollten so lange halten, wie es nur geht.

Für den Test habe ich mir ein Set gekauft, welches aus wechselbaren Messern besteht, einen Behälter, einen Schneebesen und einen Zerkleinerer für zum Beispiel Zwiebeln.

Und das Gute daran ist, dass man damit, genauso wie beim Thermomix, so einiges machen kann. Damit kann ich Suppen pürieren, Saucen mixen, Eis zerkleinern, gekochtes Fleisch hacken oder Milch aufschäumen. Selbstverständlich kann ich auch Gemüse klein hacken. Aber Möhren und so weiter muss ich trotzdem noch klein machen.

Wenn ich jetzt also all meine Argumente zusammenlege und gegenüberstelle, dann sieht die Situation so aus.

Der Stabmixer kostet ungefähr 1000 € weniger, damit spare ich ungefähr 20 % Zeit (da ich immer noch Möhren schneiden muss) und ich muss meine alten Sachen nicht verkaufen.

Des Weiteren habe ich den Vorteil, dass ich die Mengen meiner Gerichte beliebig skalieren kann. Ich bin also flexibel und habe zusätzlich etwas gewonnen.

Alles in allem muss ich sagen, dass ich persönlich keinen Thermomix brauche. Ich verstehe aber sehr gut, dass es Menschen gibt, die zum Beispiel in einem kleineren Haushalt sind oder alleine sind und sich dann sehr wohl mit einem Thermomix fühlen. Dieser Test hat nämlich auch gezeigt, dass ein Thermomix schon sehr praktisch sein kann aber auch, dass ein Thermomix nicht für jeden einen wirklichen Vorteil bietet.

Hier ist das Stabmixer-Set, welches ich mir für diesen Artikel gekauft habe

Gerne kann ich dir auch eine Empfehlung geben, wo du das nachkaufen kannst. Schreib mir dazu einfach eine kurze Nachricht auf Instagram.

Disclaimer

Ich habe dir hier meine persönliche Erfahrung und meine persönliche Meinung mitgeteilt. Ich verstehe selbstverständlich, dass es dazu viele unterschiedliche Ansichten gibt. Es gibt Befürworter und es gibt Personen, die so denken wie. In meinen Gesprächen, habe ich auch eine sehr starke Polarisierung bemerkt. Bitte berücksichtige, dass meine persönliche Meinung hier in diesem Artikel, in keinerlei Zusammenhang mit den Marken steht, die hier genannt werden müssen. Ich möchte, dass du weißt, dass dies kein Werbeartikel ist. Ich bekomme kein Geld von niemanden für diesen Artikel. Leider musste ich selbst investieren. Vielmehr soll dies eine Rezension, basierend auf eigenen Erfahrungen sein. Bitte berücksichtige, dass selbstverständlich auch andere Argumente eine Rolle spielen und sicherlich ist es immer wertvoll, sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen.